• Charlotte zu Knyphausen

Wie ich mit Mediation Lösungen erschaffe.

Aktualisiert: 27. Jan 2019

Essenz zur Mediation:


Vielseitig einsetzbar:

Mediation kann in allen Lebensbereichen - besonders auch in der Wirtschaft - Mehrwert leisten.


Eigenverantwortung und Identifikation:

Die Beteiligten erarbeiten die Lösung eigenverantwortlich, während der Mediator für den Prozess verantwortlich ist. Die Identifikation mit der Lösung ist daher sehr hoch.


Ressourcenorientiert:

Mediation ist ressourcenorientiert und erschafft damit realistische Lösungen - finanzielle, persönliche und auch rechtliche Bedürfnisse finden Beachtung.


Fokussiert:

Die Beteiligten bleiben beim Thema.


Zukunftsorientiert:

Mediation schaut in die Zukunft. Schmutzige Wäsche aus der Vergangenheit wird hier nicht gewaschen.


Vertraulich:

Mediation bietet einen geschützten Raum. Das vereinbaren wir vertraglich.


Es war einmal ein geschiedenes Elternpaar, das vor einem Gericht über das Sorgerecht für ihren Sohn stritt. Es ging hoch her, und die Eltern warfen sich böse Dinge an den Kopf: Was der jeweils andere in der Vergangenheit alles getan habe und deshalb für die Betreuung des Sohnes nicht in Frage käme. Sie wollten von ihrem Richter eine Entscheidung, was für den Sohn am besten sei.

Da fragte Richter den Vater: “Lieben Sie ihren Sohn?” Der Vater war erstaunt: “Aber natürlich - mein Sohn ist mein Ein und Alles!”

Der Richter fragte auch die Mutter: “Und Sie - lieben Sie ihren Sohn?” Die Mutter erwiderte: “Was glauben Sie denn, warum ich hier so streite - natürlich liebe ich ihn unermesslich!”

Da entgegnete der kluge Richter: “Und ich, glauben Sie, ich liebe Ihren Sohn auch? Oder warum wünschen Sie sich von MIR eine Entscheidung?”


Diese einfache Geschichte, die mir ein Freund erzählte, hat mich tief berührt. Denn hier geht es nicht nur um Richter und Scheidungsthematik, nein: der Richter steht hier stellvertretend für jeden, der für andere Entscheidungen trifft und feststellt, dass diese Entscheidungen nicht auf fruchtbaren Boden fallen und einfach nicht gelebt werden (können?).


Also zum Beispiel auch für den Entscheider, der in seiner Organisation Widerstand gegen seine Veränderungsvorhaben bemerkt oder den Erblasser, der ein Unternehmen vererbt, ohne vorher wirksam in den Dialog mit seinen Erben zu gehen. 

Und was kann nun Mediation? Ganz viel!

Immer, wenn es um die Klärung eines Themas geht und sich die Beteiligten in Zukunft noch offen in die Augen sehen wollen, immer wenn es darum geht, (Geschäfts- oder Team-) Beziehungen aufzubauen oder zu stärken, ist für mich Mediation das Mittel der Wahl.

Und so läuft das ab: Die Mediation ist ein strukturierter Prozess, durch den ich führe und in dem ich die Beteiligten unterstütze, eine eigenverantwortliche Lösung für ihr Anliegen zu entwickeln.

Die Identifikation mit der Lösung ist immer groß, weil die Medianten sie selbst entwickelt haben und durch den vorhergegangenen Austausch die Interessen und Fähigkeiten aller beachtet werden konnten.


Den Prozess begleite ich als allparteiliche, neutrale Dritte. Für mich sind hier die zentralen Werte insbesondere Wertschätzung, Vertraulichkeit, Offenheit, Empathie und Eigenverantwortung im Bezug auf alle Medianten.


Ich ermögliche es in meiner Rolle und mit den Werkzeugen der Mediation, dass jeder zu Wort kommt und sich so äußern kann, dass es von allen gehört wird. Dabei trage ich Sorge, dass die Beteiligten sich auf das jeweilige Thema fokussieren, und alles, was für dessen Bearbeitung für sie wichtig ist, gesagt werden kann. Ich achte darauf, dass die Medianten in die Zukunft schauen - was brauchen sie, um zukünftig gut zusammen leben und arbeiten zu können und ihre Ziele zu erreichen?


Dazu gehören harte und weiche Faktoren - was in der Mediation besprochen wird, bewegt sich also nicht im luftleeren Raum, sondern bildet auch einen möglichen persönlichen, finanziellen oder von anderer Stelle (z.B. höherer Hierarchieebene) vorgegebenen Rahmen bzw. entsprechende Bedürfnisse ab.


Danach führe ich durch einen kreativen Lösungsentwicklungsprozess. Meistens ist es erstaunlich, wie viele Lösungsoptionen jenseits von Schwarz und Weiß den Beteiligten jetzt einfallen. Am Ende steht eine gute, zukunftsorientierte Vereinbarung, die gemeinsam ausformuliert wird und mit der die Medianten alleine weitermachen können. Sehr anzuraten ist ein Kontrolltermin, um zu sehen, wie die Lösung angenommen wurde und ob sie gegebenenfalls angepasst werden sollte.


Mediation ist strukturiert, fokussiert, ressourcen- und zukunftsorientiert und bringt damit positiv und eigenverantwortlich ins Handeln - darum ist sie das Mittel der Wahl für mich, um Lösungen zu erschaffen.



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Charlotte zu Knyphausen

Wirtschaftsmediatorin und Rechtsanwältin

Wasserstr. 5a

14482 Potsdam

Tel. 0171 - 8639130

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